Raum und Bau

 



Dresdner Ruderclub

Der Gebäudekomplex des Ruderzentrums Dresden-Cotta wird dominant vom 1926 erbauten Haupthaus geprägt. Über die Jahre wurde der Komplex ständig erweitert und um Einzelgebäude sowie Anbauten ergänzt. Das zur Elbe hin stark symmetrisch gestaltete Hauptgebäude hat durch den unmittelbaren Anbau stark an Wirkung und Aussage verloren. Durch die zuletzt erfolgten Umbauten Mitte der 1990er Jahre wurden einige Bootslagerhallen zu Umkleideräumen, sanitären Anlagen sowie Sauna umfunktioniert.

Nach den Zerstörungen durch das Hochwasser im August 2002 zeigten sich die Schwächen der zuletzt erfolgten Umbauten. Sämtliche wichtigen Funktionen des Sportbetriebes waren lahmgelegt, ein Training der Sportler war nicht mehr möglich. Dies nahmen wir zum Anlaß, über die gesamte Organisation und Raumstruktur des Ruderzentrums nachzudenken und eine neue Raumkonzeption auszuarbeiten.

Unsere Planung sieht vor, sämtliche ehemals in den Bootslagerhallen untergebrachten Funktionen in das Obergeschoß zu verlegen. Die Bootslagerhallen sollen nun wieder ausschließlich der Lagerung von Booten dienen. Der sich an das Haupthaus anlehnende Erweiterungsbau wird zurückgebaut und durch einen leicht abgerückten, sich über die vorgelagerte Terrasse herausschiebenden Gebäudekörper ersetzt. Die Höhe des Gebäudes sowie die Gliederung der Fassade orientieren sich an der Höhenstaffelung des Haupthauses. Im Inneren werden die Physiotherapie, Umkleideräume mit angeschlossenen Sanitäreinrichtungen, ein flexibel nutzbarer Raum sowie die Technikräume untergebracht. Für die Sauna entsteht abgerückt im hinteren Teil der Terrassen ein separates Gebäude.

(Januar 2004)

Baujahr
2003/04 (Fertigstellung Mai 2004)

Auftraggeber
Landeshauptstadt Dresden

Beteiligte
in ARGE mit Dähne Architekten
Koban Baustatik (Tragwerksplanung)

Projekt Dresdner Ruderclub