Raum und Bau

 



Pegel Wechselburg

Inmitten des unter Denkmal- und Naturschutz stehenden Schlosspark in Wechselburg befindet sich auf einer Landzunge am Ufer der Zwickauer Mulde der Standort des Pegelmeßhauses. Die Kreuzung von Wanderwegen aus vier Richtungen lässt diesen Ort zu einem der meist besuchten und beachteten im gesamten Park werden. In unmittelbarer Sichtbeziehung befinden sich die noch als Ruine erhaltene gotische Lourdes-Grotte sowie eine ca. drei Meter hohe Marienstatue.

Um den technischen Vorgaben der Pegelmesseinrichtung gerecht zu werden, mußte eine Einhausung mit ca. fünf Meter Höhe geschaffen werden. Historische Anleihen wurden im Entwurf bewusst vermieden, vielmehr sollte ein klarer kubischer Baukörper die Zeit seiner Errichtung darstellen. Mit der Form eines halbierten Würfels soll eine ausgewogene Proportionierung der Kubatur erreicht werden. Die Verblendung der Fassaden mit einer horizontal orientierten Holzverlattung nimmt dem Gebäude die technische Strenge und fügt es in seine Umgebung ein. Außerdem bilden diese die Grundlage für den Bewuchs und somit einer teilweisen Vereinnahmung durch die Natur. Auf der Ostseite des Pegelhauses formt sich aus der Holzverlattung ein Parkbank heraus.

Baujahr
2003

Auftraggeber
Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Freistaat Sachsen

Beteiligte
Dr.-Ing. Heinrich Ingenieurgesellschaft (Wasserbau)

Projektbearbeitung
Ralph Hengst, Alexander Krippstädt, Sandra Weidner

Preise
- Ausgezeichnet zum Sächsischen Landeswettbewerb

C3 Topic - Public Space II
Sächsischer Landeswettbewerb 2005
MDR Sachsenspiegel (3MB)